Rezept für Fragebögen: Vom leeren Blatt zur köstlichen Umfrage

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Zutaten für Ihren Fragebogen:

  • Ein paar leere Blätter
  • Einen Stift
  • Eine schöne Tasse Kaffee

Ein leeres Blatt liegt vor Ihnen? Die Stifte sind gespitzt? Neben Ihnen steht eine schöne Tasse Kaffee? Gut – dann sind Sie bereit, Ihre Umfrage zu entwerfen. Oder etwa doch nicht?

Wenn Sie nicht sicher sind, wo Sie anfangen, machen Sie sich keine Sorgen: ich gebe Ihnen gern ein Rezept, mit dessen Hilfe Sie in 5 Schritten Ihren Fragebogen entwerfen. Lassen Sie uns am besten gleich anfangen!

 

Einkaufsliste Fragebogen

1. Was würden Sie gern kochen? (Umfrageziele formulieren)

Das Ziel einer jeden Umfrage ist es, Daten zu sammeln, auf deren Grundlage Sie Entscheidungen treffen können. Zum Beispiel um Ihr Produkt oder Ihren Service zu verbessern. Die erste Frage, die Sie sich stellen sollten lautet daher: „Was zum Teufel will ich mit der Umfrage in Erfahrung bringen?“. Wenn Sie vor dem leeren Blatt Papier sitzen, auf dem später Ihre Umfrage stehen soll, schwirren Ihnen sicher einige Antworten auf diese Frage durch den Kopf. Schreiben Sie diese auf jeden Fall auf, denn damit haben Sie den ersten wichtigen Schritt getan: Sie haben Ihre Umfrageziele formuliert! Diese Ziele (oder Hauptfragestellungen) werden Sie wie ein roter Faden durch den gesamten Prozess der Umfrageerstellung führen und Sie auf den richtigen Weg zurückbringen, falls Sie mal einen Hänger haben oder nicht weiter wissen.

Nehmen wir an, Sie haben einen Webshop und die folgenden Fragen sind interessant für Sie:

  • Was sind die Gewohnheiten meiner Kunden?
  • Wie finden meine Kunden die Webseite?
  • Welche anderen Webshops nutzen meine Kunden noch?
  • Welche Verbesserungen wünschen sich meine Kunden in der Artikelbeschreibung?

2. Was sind Ihre Lieblingsgerichte? (Umfrageziele priorisieren)

Im zweiten Schritt priorisieren Sie Ihre Liste. Welche der Fragen sind für Sie am wichtigsten? Wo können Sie am besten Maßnahmen ableiten? Die überarbeitete Liste könnte so aussehen:

1. Wie finden meine Kunden die Webseite?

2. Welche Verbesserungen wünschen sich meine Kunden in der Artikelbeschreibung?

3. Was sind die Gewohnheiten meiner Kunden?

4. Welche anderen Webshops nutzen meine Kunden noch?

Mit dieser priorisierten Liste sind Sie Ihrer Umfrage schon ein ganzes Stück näher gekommen, aber erinnern Sie sich was das Wichtigste bei einer Umfrage ist? Genau! Daten sammeln, auf deren Grundlage Sie Entscheidungen treffen können. Wenn Sie nun alle Fragestellungen in einem Fragebogen behandeln, kann es schnell passieren, dass Sie vor lauter Daten den Überblick verlieren und die wichtigen Infos nicht mehr erkennen. Sie kennen bestimmt die alte Redensart: Viele Köche (Fragen) verderben den Brei (Fragebogen). Außerdem wird die Auswertung komplizierter, je mehr Daten Sie sammeln. Daher warten Sie nicht lang und gehen Sie direkt zum nächsten Schritt:

3. Worauf haben Sie den größten Appetit? (Eine Hauptfragestellung auswählen)

Verfolgen Sie pro Umfrage nur eine Fragestellung und entwickeln Sie 2 bis 4 Teilbereiche, die Sie innerhalb dieser Fragestellung behandeln. Wenn Sie die Liste priorisiert haben, sehen Sie auf einen Blick, welche Fragestellung für Sie besonders wichtig ist. Die anderen Fragestellungen können Sie sich in weiteren Umfragen widmen. Wenn Sie von vornherein nur eine Fragestellung haben, überspringen Sie diesen Schritt.

4. Die richtigen Zutaten wählen. (Unterfragen formulieren)

In unserem Beispiel ist die Hauptfragestellung: „Wie finden meine Kunden die Webseite?“. Jetzt heißt es, den Kuchen dieser Fragestellung in Unterthemen zu zerlegen, um Ihr Ziel greifbarer zu machen.  Konzentrieren Sie sich dabei auf die wichtigen Informationen, und vergessen Sie alle Daten, die „vielleicht auch noch interessant wären“. Wenn Sie den Fokus nicht verlieren, erleichtert das sowohl die Formulierung Ihrer Fragen, als auch die Datenanalyse! Für die Hauptfrage aus unserem Beispiel könnten die Unterfragen so aussehen:

Hauptfrage: „Wie finden meine Kunden die Webseite?

  • Ist der Webshop übersichtlich?
  • Ist die Navigation auf der Webseite verständlich?
  • Gibt es Informationen, die auf der Webseite noch fehlen?

Alle Unterpunkte beziehen sich auf das Hauptziel und ergeben ein differenziertes Bild von dem, was man eigentlich wissen will. Jetzt können Sie sich daran machen, konkrete Fragen zu stellen, um Ihre Unterthemen zu beantworten.

Zutaten für eine Umfrage Kuchendiagramm

5. Abschmecken. (Konkrete Fragen formulieren)

Wenn Sie sich von Ihrem Hauptziel über die Unterthemen bis zur konkreten Frage vorarbeiten, dann stellen Sie sicher, dass die letztendliche Frage sich tatsächlich auf Ihr Umfrageziel bezieht. Wie können die konkreten Fragen nun aussehen. Nehmen wir die erste Unterfrage unseres Beispiels. Die konkreten Fragen für den Fragebogen könnten wie folgt aussehen:

Hauptfrage: Ist der Webshop übersichtlich?

  • Ist es vorgekommen, dass Sie ein gesuchtes Produkt nicht gefunden haben?
  • Wie zufrieden sind Sie mit der Anordnung der Produkte im Webshop?

Wenn Sie – wie ich hoffe – alle 5 Schritte befolgt haben, sollte jetzt nicht nur Ihr Kaffee vom Anfang des Artikels ausgetrunken sein, sondern Sie sollten auch einen leckeren Fragebogen vor sich haben. Lassen Sie es sich schmecken!

Notizen zum Fragebogen

Psst…

Wenn Sie gerade nicht die richtigen Zutaten für eine Umfrage im Haus haben, finden Sie bei Feedbackstr eine ganze Reihe Fragebogenvorlagen mit einfach formulierten Fragen und leicht zu analysierenden Antworten.

Autor: Denise Winkler

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Das Geheim-Rezept für den perfekten Fragebogen.

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